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{Test} Zuckerfreier Mürbeteig: Zucker, Xylit oder Erythrit – wer gewinnt?

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Die alljährliche Plätzchensaison vor Weihnachten hat begonnen! Juchu, ich liebe alles, was mit Weihnachten zu tun hat, ich bin ein totaler Weihnachtsfreak! Ihr auch?

Ein fester Bestandteil seit Kindheitstagen sind natürlich die klassischen Mürbeplätzchen zum Ausstechen und Verzieren. Ich erinnere mich sooo gerne an die Backabende mit meiner Mama (die sonst nie gebacken hat), die meistens viel länger dauerten als geplant, weil wir viel mehr Kekse gebacken haben als wie essen konnten. Naja, fast zumindest. 😉

Nach dem Backen ging es ran ans Verzieren mit Zuckerguss, Schokolade, jede Menge Streusel und Nüssen, bis die ganzen Finger schon geklebt haben und ich den ersten Zuckerschock vom Naschen hatte. Hach…

Zuckerfreier Mürbeteig

Auch heute gehören Plätzchen immer noch dazu, weil ich vor allem das Ausstechen so schön finde. Anfang des Jahres habe ich angefangen mich mit Zuckereraustauschstoffen wie Xylit und Erythrit zu beschäftigen.

Da war es nicht mehr weit zu einem Test, wie gut man normalen Zucker gegen Xylit oder Erythrit für bei einem Mürbeteig austauschen kann. Grundsätzlich ist das Verhältnis

  • Zucker : Xylit = 1 : 1
  • Zucker : Erythrit = 1 : 1,3

Xylit (oft auch Birkenzucker genannt) wird aus natürlichen Rohstoffen wie Mais oder Holzfasern der Birke oder Buche hergestellt. Die Süßkraft ist ähnlich wie bei Haushaltszucker und hat auch ein ähnliches Volumen und eine ähnliche Körnung. Im Gegensatz zu Zucker mit einem „mittlerem Glykämischen Index“ von ca. 60, hat Xylit einen niedrigen glykämischen Index von ca. 13, wodurch der Blutzuckerspiegel deutlich weniger ansteigt.

Erythrit ist ein sogenannter Zuckeralkohol und entsteht durch Fermentierung von anderen Zuckern. In natürlicher Form kommt er in geringen Mengen z.B. in Käse oder Pflaumen vor. Die Süßkraft ist mit ca. 70% deutlich geringer als bei Haushaltszucker und ist in Volumen und Körnung etwas feiner. Im Gegensatz zu Zucker mit einem „mittlerem Glykämischen Index“ von ca. 60, hat Erythrit einen glykämischen Index von 0, da er quasi nicht verstoffwechselt wird, wodurch der Blutzuckerspiegel quasi gar nicht ansteigt.

Zuckerfreier Mürbeteig – Testergebnisse

Zum Test habe ich mein Standard Mürbeteig Rezept wie bei meinen Star Wars Pies genommen, das immer bestens funktioniert und schmeckt:

  • 125g Butter
  • 100g Puderzucker oder 100g Xylit oder 130g Erythrit
  • 250g Mehl
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz

Ich habe den Teig dreimal gemacht und dabei Zucker gegen Xylit bzw. Erythrit ausgetauscht.

Zucker

Xylit

Erythrit

Farbe Rohteig

goldig

helles gelbgold

eher weißlich

Konsistenz

geschmeidig

etwas fester

bröckelig

Verarbeitung

problemlos

mit Vorsicht ok

kaum möglich

Backfarbe

schöne Bräunung

etwas dunkler

Zu dunkel

Geschmack

lecker, gut gesüßt

ok, weniger süß

fast geschmacksneutral

Note 1-6

1

2-3

6

Insgesamt war es mit Zucker natürlich wie ich es so gewohnt bin und funktioniert auch in der Verarbeitung bestens und schmeckt auch gut.

Zuckerfreier Mürbeteig mit Xylit

Im Vergleich geht es mit Xylit auch noch ganz gut. Bei der Verarbeitung musste ich etwas vorsichtiger sein, aber es hat noch gut geklappt, die Backfarbe war in Ordnung, ich würde die Kekse beim nächsten Mal vielleicht 1 Minute eher rausnehmen. Geschmeckt haben die Kekse ganz gut, im direkten Vergleich schmecken die „Originale“ etwas besser. Ohne den direkten Vergleich hätte ich den Unterschied vermutlich nicht geschmeckt und spätestens wenn noch süße Deko draufkommt, macht es für mich gar keinen Unterschied mehr. Die Variante kann ich also durchaus empfehlen, wenn man ein wenig an Zucker oder Kalorien sparen möchte.

Zuckerfreier Mürbeteig mit erythrit

Die Variante mit Erythrit ist bei mir leider völlig durchgefallen. Der Teig ist total bröckelig und ich musste mir echt sehr große Mühe geben überhaupt einen Keks ausstechen zu können, der nicht direkt kaputt geht. Viel entscheidender war für mich aber, dass er quasi nach nichts geschmeckt hat. Der Geschmack ist für mich aber immer das Wichtigste und wenn ich etwas esse, muss es auch schmecken. Die Variante kann ich daher leider gar nicht empfehlen.

War ganz spannend die Varianten zu vergleichen und die Ergebnisse haben mich durchaus überrascht, weil ich sowohl Xylit als auch Erythrit in anderen Fällen schon erfolgreicher eingesetzt habe.

Vielleicht habt ihr ja Lust bekommen, auch mal mit einem der beiden Zuckeralternativen zu Backen oder habt ihr sogar schon Erfahrung damit? Dann berichtet doch mal.

Liebe Grüße <3
Veronique

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(Links zu Amazon sind Affiliate-Links. Ich bin Teilnehmerin des Partnerprogramms von Amazon und bekomme eine kleine Provision, wenn ihr über Amazon meine persönlichen Empfehlungen bestellt. Am Preis für euch und meiner Entscheidung bei Bewertungen ändert sich dabei nichts.)

Comments

  • Tanja

    Written on 23. November 2017

    Hallo Veronique,
    vielen Dank für Deinen Testbericht.
    Plätzchen habe ich noch keine mit Zuckeraustauschstoffen gebacken.
    Bei Kuchen habe ich für mich entschieden, dass ich dann lieber keinen esse, lieber zu süssem Obst greife oder ein ganz kleines Stückchen mit Genuss esse.
    Ganz liebe Grüße
    Tanja

    Antworten

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